Ein bitterer Spielverlauf

11. 01. 2020 

Sfr. Winterlingen 2 - Spaichingen 3    4,5 : 3,5

Der Spielverlauf war bitter. Nach einem kampflosen Sieg von Conny Dieckmann und und zwei schnell herausgespielten Siegen von Marc Schmidt und Paul Klein sah alles sehr verheißungsvoll aus. Bernhard Stirner nahm noch ein Remisangebot an und es  schien zu laufen , doch dieser Schein trügte: Schließlich stellt sich für Schachspieler, Bahnreisende und Raucher immer die Frage nach dem letzten Zug!

Und nun wendete sich alles. Marwin Molitor verlor und an den verbliebenen Brettern war noch lange alles ausgeglichen. Bis zum späten Abend, insgesamt 4,5 bis 5 Stunden, kämpften Niklas Eckhardt, Claudio Frey und Walter Blauditschek vergebens. Erschöpft waren die drei nach einem jeweils zähen Abnützungskampf, was sich ein Nicht-Schach-Spieler wohl kaum vorstellen kann: "Schach ist die gewalttätigste aller Sportarten." (Zitat Garri Kasparow )


Zu Weihnachten an der Tabellenspitze

23. November 2019

 

Spaichingen III - Balingen V                     6,0 : 2,0

Zum Tagesende fuhr die dritte Mannschaft des Schachrings einen deutlichen Mannschaftssieg gegen einen Gegner auf Augenhöhe ein. Es war über den Abend hinweg betrachtet ein Arbeitssieg, der leicht hätte auch anders ausgehen können. In dieser ausgeglichenen A-Klasse ist weiterhin fast alles möglich. Nur eins bestimmt nicht mehr. Mit sieben Punkten, die momentan die mit Dotternhausen geteilte Tabellenspitze bedeuten, können die momentanen Tabellenführer nicht mehr absteigen. Die Pflicht ist für diese Saison getan, es folgt im kommenden Kalenderjahr die Kür.

Zum Spielverlauf: Kapitän Bernhard Stirner erwischte einen Start nach Maß. Mit den weißen Steinen brachte er eine seiner Lieblingseröffnungen wie im Lehrbuch aufs Brett und kam mit entscheidendem Vorteil ins Mittelspiel.  Nach zwei Stunden Spielzeit verbuchte er den entscheidenden Punkt zum 2:0, denn vor ihm lief bereits Felix Schmidt  erfolgreich über die Ziellinie. Leider leistete sich Sebastian Pfau zu diesem Zeitpunkt einen grassen Fingerfehler und verlor. Schade, denn bis dahin lag Sebastian klar im Vorteil.  So musste er verkraften, das ein falscher Zug vierzig gute Züge  zunichte macht. Beim neuen Zwischenstand von 2:1 und auch noch nach dem folgenden Stand von 3:1 durch Marc Schmidt stand die Lage düster. Die Balinger standen an den meisten verbliebenen Brettern in etwas besseren Positionen. Zum Glück blieb das eine Momentaufnahme. Kaum hatten sich Martin Albrecht und Walter Blauditschek an den Spitzenbrettern in Remisstellungen festgespielt, da hisste Günther Dieckmanns Gegner die weiße Flagge. Mit dem neuen Zwischenstand von 5:2 war die Messe gelesen. Einen harten  und langwierigen Kampf hatte noch Roland Grimm vor sich. Zunächst in Materialnachteil kämpfte er sich peau a peau Bauer für Bauer heran, gewann sein Material zurück und schlussendlich seine Partie.

6:2 gegen einen starken Aufsteiger. Vom Alter her ist dieses Team Balingen V viel homogener als die meisten Schachmannschaften,  sie sind alle 20 bis 30.


Ein unspektakuläres Remis

19. Oktober 2019

 

Spaichingen III - Geislingen II    4,0 : 4,0

 

Eine  Punkteteilung in aller Freundschaft nach einem überraschenden Spielverlauf.

 Amias Binisan startete seinen Angriff mit wehenden Fahnen, hatte sich aber bei dieser Vabanque-Aktion irgendwie verrechnet und schon stand es 0 : 1.

Marc Schmidt kämpfte auf zwei Fronten gegen einen "Orang Utan" des Geislinger Vereinsvorsitzenden, schließlich waren beide über ein Remis sehr froh. 0,5 :1,5.

Bei Marwin Molitor war das Positionsspiel stets ausgeglichen, das Remis konsequent. 1 : 2.

Dann endlich schlug der Pendel des Schicksals um, Joker Roland Grimm am achten Brett und Niklas Eckhardt gegen den Geislinger Käpt'n verwerteten ihre Spielvorteile jeweils in volle Zähler. 3 : 2.

Am Spitzenbrett musste sich schließlich Martin Albrecht geschlagen geben. Er hatte im Turmendspiel einen Bauern weniger und weil sein Gegner konsequent spielte, hatte dieser ein entscheidendes Tempo, das ihm den Sieg zum 3 : 3 Ausgleich brachte. 

Nun spielten noch Bernhard Stirner und Walter Blauditschek. An beiden Brettern zeichnete sich nach Figurenvereinfachung Ausgleich ab und so kam es denn auch: 4 : 4.

 

Diese A-Klasse bleibt weiterhin extrem spannend. Hier kann wirklich fast jeder fast jeden schlagen, so dass die Tabelle auch nach dem dritten Spieltag nur als schöne Momentaufnahme betrachtet werden darf.

Winterlingen liegt souverän mit sechs Punkten vorne, gefolgt von Spaichingen und Dotternhausen, die beide an diesem Wochenende je einen Punkt abgaben.


Zur Überraschung Tabellenführer

05. 10. 2019 

Horb 2 - Spaichingen 3    3,5 : 4,5

Am Brückentagswochenende kam es zur Auswärtsbegegnung im Schwarzwald.

Hervorragend präsentierte sich die urlaubsbedingt mit nur 3 Stammspielern und 5 Jokern angetretene dritte Mannschaft. Sie holte beim favorisierten Kreisklassenabsteiger Horb 2 einen doppelten Punktgewinn. Glückwunsch an das ganze Team zum Arbeitssieg!

Senior Paul Klein spielte remis. Volle Punkte holten die Joker Roland Grimm, Patrick Saar, Günther Dieckmann und Sebastian Pfau.

Wenn man sich auch die Ergebnisse der Konkurrenz ansieht, staunt man einmal mehr über die Ausgeglichenheit dieser Staffel, in der offenbar fast jeder jeden schlagen kann. Die spannende Saison geht weiter. Schon am 19. Oktober gastiert Geislingen im Schachheim, um den Tabellenführer zu jagen.


Ein wichtiger Sieg zum Saisonbeginn

14. September 2019

 

Spaichingen III - Nusplingen II    6,5 : 1,5

 

 

Zwei wichtige Punkte gegen einen potenziellen Konkurrenten im Abstiegskampf:

Überraschend unkompliziert konnte der Gegner "auf Augenhöhe" zum Auftakt geschlagen werden. 

 

Zum Spielverlauf:

Martin Albrecht erreichte zum Auftakt eine ausgeglichene Endspielstellung.  Da bereits an mehreren Brettern das Team Spaichingen im Vorteil war, konnte er guten Gewissens mit einem Remisangebot den Grundstein zum Mannschaftssieg setzen.

Senior Paul Klein und nach ihm die Youngster Marc Schmidt und Amias Binisan konnten dann auch bald ihre Vorteile in zählbare Resultate verwandeln.

Auf den weiteren Brettern wurde noch lange gespielt. Schließlich fuhren Marwin Molitor und Felix Schmidt überzeugend ausgespielte Siege ein. Es stand somit bereits 5,5 : 0,5 und der Mannschaftssieg war eingefahren.

Die verbliebenen beiden Partien zogen sich noch mühsam in die Länge. Bernhard Stirner hatte sich zweimal deutliche Vorteile erspielt, aber auch wieder verspielt. Dennoch gewann er im Turm-Springer-Bauern-Endspiel entscheidende Tempi und schlussendlich die Partie.

Walter Blauditschek fehlte an diesem Abend diese Fortune. Er kämpfte lange, doch mit zwei Bauern Rückstand konnte er die Niederlage nicht mehr aufhalten.