Witze, Anekdoten, Gedichte, Kurioses

Copyright der Grafiken: Schachring Spaichingen

Patt Sir!

Wie der „Patzer“ seinen Namen weghatte . . .

 

Der deutsch-britische Großmeister und Schachschriftsteller Jacques Mieses (1865-1954) gab eine Simultanvorstellung in London, bei der sich folgender Zwischenfall ereignet haben soll: 

 

Einer seiner Gegner meinte, keinen Stein mehr ziehen zu können und erklärte gegenüber Mieses voller Stolz: „Patt, Sir!“ Dieser blickte einen Augenblick auf das Brett und konterte mit einem englisch-deutschen Wortspiel: „Oh nein, Sir – der Patzer sind Sie!“ Und zeigte dabei auf ein Luftloch für den König.

 

 

 

 

 

Spielverderber

Der Spielverderber

 

Auf des Brettes letzter Reihe

Steh’n der König und der treue

 

Turm und merkten sehr erregt

dass sie sich noch nicht bewegt.

 

„Also“ spricht der König g’rade

„machen wir doch die Rochade,

 

damit wird der Feind gehindert

und sein Angriff sehr gemindert.“

 

Doch der Läufer, der dies hört,

den Gedanken schnell zerstört,

 

denn er schleicht sich wie ein Wurm

zwischen König und den Turm.

 

und verhindert die Rochade-

Schade!

 

Manfred Nieroba (nach Heinz Erhardt)


Kalauer  & Co - zum Ersten

„Warum sollte man beim Schach nicht zuviel Alkohol trinken?“

„Es kommt vermehrt zu Doppelbauern, Doppelschachs und Doppeldrohungen.“

 

„Schach ist vierdimensional – Länge, Breite, Tiefe, Zeitnot“

 

Ein Mann fragte seinen Geistlichen, ob es denn eine Sünde sei, wenn er am Sonntag an einem Turnier teilnehme. Der Pfarrer bat um die Formulare seiner Partien.

Dann folgte das salomonische Urteil: "So wie Sie in diesem Turnier gespielt haben, ist es eine Sünde - und zwar an jedem Tag der Woche!" 

 

Eine Frau betritt eine Buchhandlung. "Ich hätte gern ein Schachbuch, bitte".

"Eine Überraschung für Ihren Mann?"

"Ja sicher, denn eigentlich hat er sich ein neues Auto gewünscht!"

Ein Königsgedicht

Der König – eine starke Figur!?

 

So oder so:

Der König ist ein starker Mann

mit dem man Pferde stehlen kann

…dann und wann!

Doch ist er oft auch ziemlich schwach

besonders wenn er steht im Schach,- leider ach!

 

Mittelspiel:

Und wer ihn führt spazieren

riskiert, ihn zu verlieren,

den König samt dem Thron.

Drum lasst ihn uns verstecken

in einer dunklen Ecke

des Schachspiels Hauptperson!

 

Endspiel:

Im Endspiel doch,

sobald es geht kommt aus dem Loch

die Majestät… Aber wissen Sie schon?

Fast klingt es wie Hohn.

Gleich geht er in Opposition! 

 

Kurt Richter (1900 - 1969)

Tempo

 

Zwei Schachspieler spielen Schach.

 

„Dein Spiel erinnert mich an die Bahn.“

„ Wieso?“

„Jeder Zug hat eine halbe Stunde Verspätung

 

 

 

 

 

Recht - mäßig

 

Beim Mannschaftkampf meldet ein Mannschaftsführer beim anderen Zweifel an der korrekten Aufstellung der Spieler an:

“Sagen Sie mal, ist das Euer rechtmäßiges erstes Brett?“ –

 

„Das müssen Sie verwechseln. Das ist unser recht gutes erstes Brett. Unser achtes Brett spielt recht mäßig.“


Spielen Sie noch?

Während einer Zugfahrt  kam Weltmeister Steinitz mit einem  Geschäftsmann ins Gespräch, dem er kundtat, er sei Schachspieler. 

 

„Gut, aber ich wollte gern wissen, was Ihr Beruf ist“, entgegnete der Geschäftsmann. 

Antwort Steinitz: „Ich spaße nicht - Schachspieler ist wirklich mein Beruf.“ 

Der Gentleman, der von seiner achtjährigen Tochter begleitet wurde, schaute höchst ungläubig. 

Doch plötzlich beteiligte sich die Tochter am Gespräch:

„Spielen Sie immer noch Schach?“ 

Steinitz lächelte und meinte: „Natürlich - warum auch nicht?“ 

„Ich habe mit den Figuren gespielt“, entgegnete daraufhin die Achtjährige, „als ich noch ganz klein war - aber jetzt spiele ich schon lange nicht mehr damit.“

Irre!

Ein Schachclub gab ein Gastspiel in der Psychiatrie und trat gegen Ärzte und Insassen an.

So geschah es, dass ein Spieler des Schachvereins einen Bauern seines Gegners "en passant" nahm. 

Jener fragte verwundert, was dies bedeuten solle. 

Sein Kontrahent erklärte ihm, dass dies eine ganz normale Schlagregel wäre. 

Doch er ließ sich davon nicht überzeugen und sagte: „En passant! En passant! Nein, mit mir nicht!

Vielleicht sind wir hier alle verrückt, aber so irre sind wir wieder auch nicht. Stellen Sie nun den Bauern wieder zurück!“ 

 

 

 

 

 

 


Weisheiten übers Schach - frei nach Sepp Herberger

 

„Ein Blitzspiel dauert zweimal fünf Minuten“

 

„Das Schachbrett ist quadratisch und hat 64 Felder“

 

„Der nächste Gegner ist immer der schwerste“

(sagte auch der Ringer Wilfried Dietrich bei Olympia 1972, bevor er den den 182 Kilogramm schweren Chris Taylor per Schultersieg niederrang)

 

„Die Partie ist erst gewonnen, wenn auf dem Formular 1-0 darunter steht“

 

„Durch Aufgeben ist noch keine Partie gewonnen worden.“

 

„Besser ein Remis als gar kein Punkt.“

 

„Schach ist die schönste Nebensache der Welt – solange mein Gegner die Sache nicht zu ernst nimmt und verliert“.

Kalauer  & Co - zum Zweiten

Sagt ein Schachspieler zu Zeus: "Lass uns eine Runde blitzen".

  

Ein Positron, ein Elektron und ein Neutron wollen bei einem Schachturnier teilnehmen.

Das Positron und das Elektron dürfen mitspielen, nur das Neutron bekommt vom Organisator eine Absage: "Dieses Turnier ist nur für geladene Gäste."

 

Beim Schach: "Ich bin schwarz." - "Ich weis(s)." 

 

Ein Schachspieler bekam den Preis für die beste Partie des Turniers und gab ein Telegramm nach Hause auf, in dem er stolz verkündete, er habe den Schönheitspreis gewonnen.

Das Mädchen am Schalter betrachtete ihn leicht erstaunt und meinte, als er gegangen war zu ihrer Kollegin: "Da möchte ich wissen, wie erst die anderen ausgesehen haben!"

Opfern, aber richtig! 

Kasparow spielte bei der 46. UdSSR-Meisterschaft in Tiflis eine Partie gegen Bagirow, welche remis endete, da der junge Kasparow sich im entscheidenden Moment nicht dazu entschließen konnte eine Figur zu opfern. Bei der anschließenden Analyse drehte sich alles um diese verpasste Chance. Der künftige Weltmeister versuchte sich zu verteidigen: "Ich habe den Springer nicht geopfert, weil ich einfach nicht alles bis zum Schluss durchrechnen konnte!" Da schaltete sich Exweltmeister Michael Tal trocken ein: "Gewöhn dir das mal an, Garri: Erst opfern, dann rechnen!"

Ein Limmerick

Ärger über sich selbst, wird berichtet,

hat das Haar vieler Schächer gelichtet.

Mancher patzte und patzte

bis er gänzlich erglatzte –

Und hat dennoch aufs Schach nicht verzichtet.

 

Herbert Grasemann (1917-1983)

Kalauer  & Co - zum Dritten

Ich hatte ein Abendessen mit Garry Kasparov. Das Problem war das karierte Tischtuch.

So dauerte es zwei Stunden, um ihm das Salz zu reichen.

   

 

Wie kriegt man 16 Bauern in ein Auto?

Auf einem Schachbrett!!! 

 

  

U10-Spieler Kevin-Thorben fragt seinen Papa: „Was hatten die Schachspieler eigentlich, als es noch kein Internet, keine PCs und keine CDs mit Eröffnungstheorie und Endspielturbo gab?“ – „Ihre Ruhe.“

 

 

Der ebenso bekannte wie originelle Schachmeister gedachte seine langjährige Hausdame zu heiraten und machte ihr seinen Antrag mit den Worten: "Ich sage Ihnen persönlich "Gardez!". Wollen Sie sich opfern oder wegziehen?"